Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche St. Michael
Die Pfarrkirche St. Michael, eine schmucke Barockkirche, wurde der Jahreszahl im Chorbogen zu schließen 1719 erbaut. Die erste Kirche wurde ein Opfer des Hussitensturmes, die nächste (erbaut 1438) versank im Dreißigjährigen Krieg.
Einheimische Bau- und Schnitzkünstler schufen die spät barocke und in vielen Zügen rokokohafte Innenausstattung. Zentraler Punkt der Kirche ist der Hochaltar. Im Altarblatt ist der Kirchenpatron St. Michael aufgemalt, wie er siegreich gegen die höllischen Geister streitet. Einige Heiligenfiguren in der Pfarrkirche weisen auch heute noch auf die Verbundenheit zwischen den Menschen und ihrem Glauben hin.
Auf dem rechten Seitenaltar thront unter einem Baldachin St. Leonhard, Schutzherr der Gefangenen und des Viehs.
Auf dem Seitenaltar links ist in Holz die Beweinung Christi (Pieta) zu sehen, eines der wertvollsten Kunstwerke der Kirche.
Neben der Pfarrkirche steht die Seelenkapelle (erbaut 1735). Sie enthält ein Bild der schmerzhaften Muttergottes, welches früher Ziel von Wallfahrten war.
Dorfkapelle Thenried
Bis 1950 stand in Thenried zwischen den beiden Linden eine kleine Kapelle (ca. 5 m lang und 3 m breit).
Im Jahre 1950 beschlossen die Gastwirtseheleute Karl und Franziska Schierlitz aus Thenried, an derselben Stelle eine neue, größere Kapelle zu bauen. Am 1. Mai 1952 wurde die Kapelle durch Benefiziat Heinrich Mayer aus Rimbach benediciert. Im Laufe der Zeit zeigten sich aber Schäden am Bauwerk und Sprünge, die immer größer wurden. Schuld daran war das Wurzelwerk der beiden großen Linden vor der Kapelle. Wegen weiteren nötigen Sanierungsmaßnahmen und der damit verbundenen hohen Kosten wurde ein Neubau in Erwägung gezogen. 1990 wurde ein Kapellenbauverein gegründet und bei der Mitgliederversammlung am 22.9.1990 wurde der Neubau einer Kapelle einstimmig beschlossen.
Im Herbst 1991 wurde mit dem Abbruch der alten Kapelle begonnen und das Bauholz gesammelt mit dem der Rohbau ausschließlich in Eigenleistung erstellt wurde.
Burgruine Lichtenegg
Sagenumwoben ragt über die Wipfel des Waldes der Bergfrieden der Burgruine Lichtenegg auf dem 707 m hohen Schloßberg.
Die Erbauung der Burg wird im frühen 13. Jahrhundert angesetzt. Doch gehören die heute noch erhaltenen Teile von Bergfried und Wohnbau in die Zeit um oder nach 1300.
Um 1300 verkauft Heinrich von Lichteneck seine Burg. Von 1341 bis 1537 treten die Sattelbogener als Besitzer auf. Ab 1640 die Pelkover. Bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts befand sich die Burg im Verfall. Ein 20m hoher Bergfried aus Bruchsteinmauerwerk und Reste eines Wohnhauses sind Zeugen einstiger Ritterherrlichkeit.
Jährlich im Juli kehrt Leben auf der Burgruine ein. Denn dann finden im Hof der Ruine die weit über die Grenzen Ostbayerns hinaus bekannten Lichtenegger Burgfestspiele statt.
Informationen zu den Burgfestspielen erhalten Sie unter dem Menuepunkt „Festspiele“.
Holmeierhaus
Das Holmeierhaus, seit vielen Jahren unbewohnt, erinnert als eines der letzten Vertreter des Haustyps „Waldlerhaus“ an eine Bauweise, von der in den letzten drei Jahrhunderten der ganze Ort Rimbach geprägt war.
Von ganz besonderer Qualität sind die vorhandenen Details am Giebelschrot, die Eckausbildung des Blockbaues mit den verzierten Balkenköpfen sowie die kunstvoll gefertigten Fenster und Türen, die von einstigem handwerklichem Können Zeugnis geben. Natürlich kann man sich so ein „Waldlerhaus“ auch in einem Bauernhaus Museum anschauen, aber was ist das schon gegen ein Stück jahrhundertelanger Ortsgeschichte, Baugeschichte, ja Kulturgeschichte, das in seiner angestammten Umgebung ein ganz wesentliches Stück lokaler Identität ausmacht und das hier vor Ort auch, mit neuen Aufgaben versehen, lebendig und gegenwärtig erhalten und weitergeführt werden kann.
Der Lichtenegger Bund hat 2003 das alte Haus wieder mit Leben erfüllt und eine beeindruckende Fotoausstellung unter dem Thema „Rimbach im Wandel der Zeit „ zusammengestellt.
Auch im März 2006 fand im Rahmen des 20-jährigen LIBUläums eine Vernissage mit Fotoausstellung im Holmeierhaus statt. Dauer der Ausstellung: vom 25. März bis 08. Dezember 2006
Totenbretter
Die Totenbretter hatten Ihren Ursprung in früherer Zeit, als es noch keine Leichenhäuser gab und der Verstorbene zu Hause aufgebahrt wurde. Das geschah auf einem Brett, das später der Schreiner ausarbeitete, bemalte und mit den Personalien und einem frommen Spruch versah. Die Totenbretter, man findet sie vereinzelt oder in langen Reihen an Feldkapellen, Wegkreuzungen oder unter Baumgruppen, sollen den Vorübergehenden zu einem stillen Gedenken an den Verstorbenen mahnen. Erklärung: R I P – Requiescae in pace (er/sie ruhe in Frieden).
Auch die Flurkreuze, genannt Kruzifixe, die oft an Straßenrändern stehen, zeugen von einer tiefen Religiösität der Menschen. Sie sollen den Vorübergehenden an unseren Schöpfer erinnern. Bis herein in unsere Zeit war es üblich sich zu bekreuzigen oder kurz zu verweilen, wenn man an einem dieser Kreuze vorbei kam.
Rimbacher Dorfplatz
Im Zuge der Dorferneuerung wurde 1996 mit der Dorfplatzgestaltung begonnen.
Bei der Einweihung im September 2000 konnte Bürgermeister Amberger die anwesenden Gäste mit den Worten „Nun ist er fertig, der neu gestaltete Platz in der Mitte des Dorfes“ begrüßen. Der augenfälligste Punkt des Platzes ist der Brunnen. Als Motiv wurde Maria mit dem Jesuskind gewählt. Die verwendeten Materialien, Holz und Stein, sind landschaftsgerecht und fügen sich in den Charakter des Dorfes ein und sind das prägende Element in der Ortsmitte. Bänke und Sitzgruppen laden zum Verweilen ein und viele Veranstaltungen und Feste werden nun in der „Dorfmitte“ gefeiert.















